Donnerstag, 18. Juni 2015
Disslike
Wir alle kennen sie - die Hater des Internets. Täglich kriechen sie aus ihren Höhlen, um Menschen in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Blogs oder YouTube auf's Übelste zu beleidigen und seelisch zu zerstören.
Natürlich sind auch wir aufgrund unserer großen Beliebtheit nicht geschützt vor diesen Hater-Angriffen. Nahezu täglich erreichen uns hasserfüllte Mails, verstörende Kommentare oder feindselige Videobotschaften.
Natürlich gibt es neben den Hatern noch Unterarten, wie die "Disslike"-Kompanie, die "Daumen runter"-Fraktion oder die "Asozial!!!"-Hater. Da sich diese verschiedenen Gruppen nicht immer untereinander verstehen, kann es dazu kommen, dass sie sich gegenseitig haten und so Hater zum gehateten Hater werden.

Doch wie geht man nun als Person des öffentlichen Lebens mit diesen Hatern um?

Wir selbst haben uns viele Gedanken zu diesem Thema gemacht. Als uns die erste Hass-Nachricht ereilte, waren wir zutiefst betrübt über diesen emotional geladenen Kommentar. Unser Anspruch ist es, möglichst vielen Menschen gerecht zu werden, doch mit der Zeit mussten wir uns eingestehen, dass das nicht möglich ist - und somit müssen wir uns auch an die Hater, deren Erwartungen wir scheinbar nicht entsprechen können, gewöhnen. Wir haben es zu einem Ritual gemacht, den Hatern mit der immer gleichen Frage zu antworten: "Kannst/Willst du deinen Realschulabschluss schaffen?" Diese Frage kommt nicht von ungefähr und ist in 99,99% der Fälle passend, da unter'm Strich alle Hater der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Worte und Sätze wie "Alda", "Yo" oder "Fapiss disch von blogger.de", die, wenn man es genau nimmt, keine richtigen Worte sind, führten uns zu dem Schluss, dass die Hater keinen Schulabschluss anstreben. Und das beunruhigte und verschreckte uns sehr. Genau aus diesem Grund fragen wir unsere Hater, welche schulische Ausbildung sie verfolgen. Je nach Antwort geben wir unser Bestes, um die Hater zu unterstützen und ihnen zu gewöhnlichen und kultivierten Menschen zu verhelfen.
Noch ist die Nachfrage nach Hilfsangeboten jedoch sehr gering. Wir hoffen auf Änderung.
Wir wollen euch ermutigen, die ihr auch mit Hatern zu kämpfen habt: Verurteilt diese Menschen nicht. Sie wissen es nicht besser. Unterstützt sie lieber in ihrer Person und helft diesen Menschen.
Und ihr lieben Hater: Schreibt uns, macht uns auf euer Elend aufmerksam. WIR WOLLEN HELFEN!

Wir freuen uns auf eure Nachricht. Euer Astblock.

Wort des Tages: Pandemie.

Und - ACHTUNG, neue Kategorie - Video des Tages (passend zum Thema): https://www.youtube.com/watch?v=5JUxiZ0vBHw
Auch diese Promi's zeigen uns Wege und Möglichkeiten, um mit Hatern umzugehen.

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Vulva
An dieser Stelle liegt wieder die Herausforderung: Trennung von Sache und Mensch. In der Sache schreiben die Menschen hasserfüllt Botschaften. Doch was genau für Menschen stehen dahinter? Suchen sie durch Abwertung der anderen selbst Aufwertung ihrer Person? Ist es so nicht ein Schrei nach Liebe und Anerkennung? Und wie kann diese virtuell vermittelt werden von ehrenamtlich tätigen Sozialarbeitern im Netz? Manche setzen auf die Versendung von Herzen oder einen Schaf auf farmville.
Laut meiner qualifizierten Meinung sollten diese weg vom Netz, mehr ins Freie und dort "Selbstwirksamkeitserfahrungen" sammeln. Schwierig aber machbar durch Muttis Computerverbot. Stärkt die Mütter und Väter!

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